Samstag, 25. September 2021

Nacht am Meer

 

 

 

Meeresnacht.
Liebliches Kitzeln
im innigen Innern, und innen
nichts als Blätterrauschen
im Frühlingswind.

Wellen kommen,
und doch nicht an.
Der Sand ist noch warm.
Das Liegen lässt:
eine Zartheit, die innig festhält
und zärtlich nicht loslässt.

So zart in der Hand
wie die Kugel im Äther
liegt eine Hand.
Sanft krallt sich das Kitzeln
in die offene Hand: wie die Schrift eines Herzens,
das von seinem Geliebtsein weiß.

Wellen brechen,
die Luft ist erfüllt von Sinn,
Freude, Weltall und Lust.
Die Brust holt tief Luft und will mehr.
Kein Leben ist Leben genug, und alles verzaubert.
Wer, was wirkt dieses Wunder der Ewigkeit
in der zerbrechlichen Perlenkette der flüchtigen
Augenblicke? Ein Mädchen.

Nichicht

 

 

 

Nicht im Nichtich der Nacht
noch im nichtenden Nebel
die Mikromimik des Nicht:

Inlicht der Schattenlaterne dunkelt
das Umdunkelte um sich um.

Schamdampf des Scheins und Dämpfe
des Scheiterns der Scheinigkeit: schieres
Frieren.