Mittwoch, 15. November 2017

Nihiihhikiu




Ein Nihiihhi ist ein nihilistisch pointierter Vierzeiler.


Seelflug

Im Käfige der Seel behagt es nicht,
Und jene, die nicht flog, hat dennoch Flügel,
Und kürzt du sie, hasst sie den Käfig mehr.
Verbieg die Gitter, nicht der Seele Rückgrat!


Alleinlichkeit

Dir Kummer nicht der Sache soll bereiten
So grausame Tat, dass du allein.
Du, lass dich nicht von einem Hirten weiden, -
Und lass die Hirten deine Weide sein!


Lebentod

Was fürchtest du das Nichts - hat es denn Zähne?
Es beißt so wenig, wie die Wahrheit lügt.
Im Nichts? Im Sein sind Feinde dir, sie kenne!
Den Tod, der Leben ineinander fügt.


tod top tot

tut tat tot tod tod hervor
sense senst leib entzwei empor
tapete teppich tip treppe top
kaffee zigarette tee ärzte cop


eingeklügelt

wind wand wund hammer köpfe schlug
wand gestrichen weiß wird aus köpfen klug
hirne spritzen froh alsbald die schädel wund
modernes kunstwerk wand regenbogenbunt


leichenfund

find fand fund ward im wald entdeckt
vierzehn stunden sanft gelutscht geleckt
sich ausgezartet ausgezehrt am ganzen leib
lag zerrissen und zerzerrt vom fluss nicht weit


Winterwaldspaziergang

Winternacht, Weg im Wald, roter Schnee ist grau, -
Ungewarnt wandern Wanderer: high, stoned, blau;
Unbemerkt ein alter Mann ein Samuraischwert schwingt,
Leise neue Leiche fällt, frisches Rot grau im Schnee versinkt.


Nihilette

im zimmer nummer nimmer immer hase hockt
endlos der korridor des endes dunkel lockt
fenster räume wände langes haar war hier
hinten tod vorn nichts worauf warten wir


Nihilader

schnitt schnatt schnutt in heiße asche schutt
kalte leiber der qual halber mit konstanter wut
psychoneural neutral oral der dampf vaginen riss
in alte wände der ruine die der wind zerriss


Nihilag

strom strahm stramm bamm das netz zerfetzt
arme weg brust auf bein ab ansonsten nichts verletzt
hauptopfer blutet aus passanten stehen krumm
hautschöpfer loten aus wieso weshalb warum


Vielnihileicht


leb lob lab mich am leben wund
keins hab eins leb der erinnerung
erwartet hoffnungsirr was vor mir vorbei
zu steineisgeist erstarrte sank tief dabei


Nihilicksal

zag zag zog zug bis gerissen fort
lebend körper starb toten leichenmord
angekettet schotterte am lauf der welt
einer knarre die den menschen als kugel hält

2010 - 2012

Samstag, 11. November 2017

Весёлый Гай




(песенка в дýше)


Кибелический дракон "феминизм" -
самый декадентный атеизм;
сплошное сумасшествие.
А мы уйдём в прекрасный край,
весёлый гай, весёлый гай.

Весёлый гай, весёлый гай,
весёлый гай, весёлый гай.

Повергнем антисемитизм
и любой другой сатанизм,
применив насилие.
Солнечный диурн; -

Весёлый гай, весёлый гай,
весёлый гай, весёлый гай.
Весёлый гай, весёлый гай,
весёлый гай, весёлый гай.

Христос, Осирис и Дионис
с Локи на плато поднялись,
развлекаются Платон и Плотин.
Бессмертный край - дорога в рай,
весёлый гай, весёлый гай.

Весёлый гай, весёлый гай,
весёлый гай, весёлый гай.

Весёлый гай, весёлый гай,
весёлый гай, весёлый гай.


4.2017

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Юпитер





Не скрою правду, коюю, Юпитер, знаю:
не из утробы демиург и тварь
рождают Солнцу дев. Напоминаю:
из головы моей, вселеннейшей главарь,
родил Афину бестелесной мыслью

великий Я. Как всемогущественный пуп
миров и многомирий, так как сам не глуп,
дал людям разум, коим, свиньи, доказали,
что меня нет, а, значит, нет и дев.
Кто любит их, теперь горюет, охуев.

1.2016

Mittwoch, 27. September 2017

Diskrete Himmel





was bin ich dankbar dass ich so verloren
umwusst vom zweifel und der sonne fern
unruhumwunden unwetterumhangen ruh
umspült von steten tropfen flüssigen eises

die leere suche und die lehre flieh
und daure mich derer die gefunden


 2010

Mittwoch, 12. Juli 2017

Nachtknistern





Die kleine Nacht, die keine Fenster hat,
lichtlose Wesen aus den Erdentiefen lockt.
Asphalt und Faltenfallen. Dunkelt glatt
bestirnter Himmel. Eine blaue Tat
versteckt, verschüchtert im Entschlusse hockt.

Der lange dürre Schatten einer Hand
schreibt Sonnennächte mitten im August.
Ein unentdecktes Land bleibt ungenannt,
und nur ein Blick verziert die Nebelwand,
wo du das Zarteste, was Mädchen können, tust.


2013

Donnerstag, 6. Juli 2017

Klein und Lieblich





Nächte aus Nichts und Nebel
weinen sich den Winter warm.
Blick und Blitz bebildern Berge -
kleiner Kirschbaum, Kindertraum.
Federschwer die Firmamente,
licht und luftig Lerchensang.
Träume tragen Todessehnsucht
weit mit mildem Mädchengang.


2013

Donnerstag, 1. Juni 2017

Kukòkuku




Ein Kukòku ist ein pointierter Dreizeiler



Diskretopathen


der leute meute grob und ungezogen
der geist der stadt ist kulturell verreckt
ein trost bei frost ist wenn der kaffee schmeckt




Furchung


die stille furcht
der zeichen gegensatz
in frageleben grundnah unverwusst





Laufgang



backstein und haar
lichtmädchen und vernunft
der waffe lauf gang des lebens




Blattblau


herbststein im abendbraun verglüht
die brücke segelt in die luft
ein schnee die fee dem morgen ruht





Null zu Null


erwartung fragt nicht
lächeln verrät sich
blicke zerstören mögliches




Weiße Bahn


Verschneite Brücken
Rädermonster schmecken Schnee
Eis atmet der Wind




Кronen


die baumkronen bergen wald
in schneen tickt der see
das kalte fahren läuft




Zeitaus


der ort muss finden seine zeit
der stille mund sein wort
im lauten entbehrliches gedeiht




Nihinebel



heut fällt aus allen wolken ein düsterer regen
das weiße im grau senkt sich mit dem nebel
ein schwarzer sternenhimmel (ohne sonne) steht uns bevor




Allschwül



frieden ist eingekehrt
alle haben sich lieb
grillen schwärmen aus 


 2012

Montag, 22. Mai 2017

Hitzetag in Kasachstan




Ein laues Wau im Hof erschallte,
pariert aus grauem Stall im Nu:
aus faulem Maul kam das geballte
genervte Muh der guten Kuh.

Im Schatten wateten die satten
früh müden Hühner wie im Feucht;
im Garten warteten die Ratten
von etwas Leuchtendem verscheucht.

Das Steppengras sich kaum bewegte,
wie Stallgeruch stank all die Ruh, -
da kam von Sonstwo das erregte
ums Kalb besorgte Muhkuhmuh.


 5.2014

Sonntag, 21. Mai 2017

Das Genie




Das Genie ist sicher nie
nur Genie: es ist auch Mensch,
es ist auch Junge, Mann und Greis.
Ihm fehlen Worte, ihm fehlt Fleiß,
es ist - welch Blasphemie - normal,
und genial nicht jedesmal.

Was fasziniert uns am Genie?
Es ist von dieser Welt, wie wir,
wuchs auf um die Ecke hier,
tat es und hatte es uns gleich,
und ist dennoch am Geiste reich,
an dem wir arm, der uns nicht gleicht.
Drum selber schuld, wen´s nicht erreicht.


 2012

Donnerstag, 18. Mai 2017

Die Königin und der Fänger




Welch lieben Schatz ich dir entführte,
und riss ihn der Familie weg,
o Königin! Mich quält´s Gewissen,
was tat, mich deucht, verkehrt und schräg,
und somit letzter Fang gewesen!
Die Maus, gerade nicht mehr Kind,
was ließ dich diese auserkiesen?
Egal mir weiter, ich veschwind!

Mein bester Elfenfänger, warte!
Schau auf der Mädchen weißes Schön,
erwachsen gar nicht ausgeartet,
und jeder ich die Schönheit gönn:
als ich gar hübscher jene, diese,
der weiße Engel da, und die!
Unter den Helden bist du Riese, -
ein Held, der heiratet, ist Vieh!

Für immer ich allein geblieben
aus tiefem mädchlichen Respekt,
doch was du, Königin, getrieben,
wovon ich hörte, mir suspekt:
du quältest diese Mädchen lange
mit Gerte, Peitsche, Stock und Wachs,
und glichest doch in jenem Drange
jedem vom Schlage üblen Packs!

Nein, Fängermeister, kein Verlangen
beim Pieken, Peitschen, Wachsen fand
den Weg zu mir, unendlich langen,
rutschte nicht aus meine Hand:
mit höchster Zartheit, angemessen
und systematisch tat ich weh
den wunderschönen weißen Mädchen
zu deren eigen Wohl, versteh!

Tun das nicht alle Diktatoren
von sich behaupten, wie du?
Despotisch, eitel, unverfroren, -
o nein, ich setze mich zur Ruh,
nie wieder werd ein Kind ich stehlen,
damit - was niemals werd verstehn -
du und Prinzessinnen es quälen,
lassen´s in Tränen aufgehn!

Hast reden gut, dein Herz nie liebte,
lebstest nur fröhlich in den Tag,
und keine Angst dich je durchsiebte,
was aus den Mädchen werden mag;
hast nie Verantwortung getragen,
tatest die Tat, bekamst den Lohn,
verschwandest wieder, ohne Fragen, -
dein Urteil, Fänger, ist mir Hohn!

Vermag darüber nicht zu richten,
dass du verwöhnt im Schlosse lebst,
selbst schön, und der noch minder Schlichten
Schönheit vor aller Welt vergräbst -
auch mir sind Gier und Geiz zueigen,
auch ich will alles, was mich reizt,
zu meiner Seite waltsam neigen,
die Zartheit küssen, bis sie beißt...

Und dies exakt will ich verhindern!
Ein Held ist, wer sich selbst enthält,
uneigennützig hilft den Kindern,
indem er sie entreißt der Welt!
Niemand schweift aus in meinem Schlosse:
die Mädchen werden süß verwöhnt,
anstatt zu darben in der Gosse,
in welcher man den Trieben frönt!

Gemäß der Zartheit sanft gezüchtigt,
streng unterrichtet in Kultur,
bis die Begierde sich verflüchtigt,
und mädchenartige Natur
den Weg zurück zum Mädchen findet,
welch kuschelkeusch und niemals feucht
in sich den Sinn des Seins begründet, -
dies ist mein Lebenswerk, mir deucht.

Die zarte Haut durch Peitschenhiebe
trägt nie Verletzungen davon;
der Schmerz kanalisiert die Triebe,
und Liebe lehrt zum zarten Schön.
Kein Kobold wird es je besteigen,
das Mädchen mein, wie eine Kuh,
das Suhlverlangen schließlich schweigen
im Mädchen soll, begreife du!

Ich dient, o Königin, der Schönheit
mein ganzes Räuberleben lang,
vorauszusetzen ward Gewohnheit,
dass jeder spürte diesen Drang,
die zarte Schönheit zu besudeln,
in groben Händen zu zerreiben;
in Horror schwarze Phallusnudeln
sah ich an zarten Wangen reiben;

aus reiner Unschuld linden Kindern
sah ich fertile Weiber werden,
bei geldgesegnet hässlich Rindern
schaut ich die jungen Mädchen werben
um das, was Säue Liebe nennen,
um Haus und Hof, um Schwanz und Bett;
ab dreißig alte Weiber flennen,
weil Mannesliebe so unstet.

Und diesem Urwald hast entrissen
die Zartesten, und mir gebracht,
und solltest, edler Fänger, wissen,
was ich mit ihnen stets gemacht:
ich trieb die Welt aus ihren Poren, -
sich Zartheit windet - sieh - im Schmerz,
und wird in Reinheit sich geboren,
und nicht der Welt als Zeugungserz.

Wenn jede Regung unterm Herzen -
nicht über ihm - das Mädchen sucht,
lass ich es fesseln, und durch Schmerzen
wird ihr Befriedigung gesucht.
Die Unschuld wird bewahrt indessen,
und heilig eigne Schönheit gilt.
Nun, Fänger, wessen Interessen
du zu verteidigen gewillt?

So lieb wie schön, so zart wie weise,
strahlst du, o Königin, herab,
und ich entschuldige mich leise,
dass ich das Wort zum Streite gab.
Kein edles Mädchen weißer Zartheit
soll mir entkommen - immerfort
dem Dreck entreiße ich die Reinheit,
bevor´s in diese reingebohrt.


 2.2012

Mittwoch, 3. Mai 2017

Ахмед




1


"Айгуль, давай дружить!"
"Ой, я была бы рада,
Но как отец сказал -
Я баева награда".

"Фатьма, айда-ка в загс!"
"Ахмед, ты не богат,
Так что мне в жопу загс,
А сам иди ты в зад!"

"Постой-ка, Гульнара,
Не хочешь погулять?"
"С тобой? А чей ты сын?
Скажи уж, дай поржать!"

"Я, это, знаешь, ну...
Люблю тебя, Жулдуз!"
"Четвёртой я пойду
За Шамиля - он туз!"

На жопу сел Ахмед,
И письку почесал,
И больше на земле
Он баб искать не стал.

Пошёл Ахмед в мечеть,
Уверовал в ислам;
На бомбе в рай взлететь
Советовал имам.

Не смерть ему страшна,
А что так и не раз
Девицу, что красна,
Не поимеет в таз.



2


Джигит, дружище, саламат-сызбэ,
Какой харощий лошад у тэбэ!
А ты на лошад поезжай к мэнэ,
Пусть каравай пэчот, скажю жэнэ.

Мой старый друг, мне скоро двадцать пять,
Не лошадь же мне, извини, ебать!
Я ждал стрелу амура, как баран,
Пока не сел и прочитал коран.

Там пишут, кто не верит - убивай,
Менты поймают - не переживай:
В рай попадёшь, а там в густой траве,
Коль мученик, получишь семьсят две.

Сэмсят две цэлки? Эт тэбэ зачэм?
Адну-двэ трахнэш, надоест савсэм.
Я в пэрвий год ишо имел жину,
Втарой год нэ-а, щас нэ стал би нэ адну.

Старик, я молод, я хочу ебать!
Я так уже устал дрочить и спать!
Моим дипломом - жопу вытирать!
Без денег, братец, баб мне не видать!

А ты хот вэриш в сэмсят двэ пизды?
Взорватса хочэш, растэрят муды?
Лудэй убит штоб мортвим трахат сук?
Ты ж егоист, нэ мусулманын, друг!

Тебе, чабан, нетрудно рассуждать:
Ты мир не видел, а хотел ебать,
Так ёб всё коз, а я ведь увидал
Кидман и Портман, - ты так не страдал.

Тэбэ мозги ж ебуть о том, чо нэт
Жюрнали, тэлэвызор, ынтэрнэт!
Такых чудэсных баб нэ создал бох,
Вот я в его повэрыт и нэ смох.

Пускай за бога постарался фотошоп -
Но не забыть навек красивых жоп!
Я так хочу, старик, аж не могу!
Свой юный хрен я четверть века берегу!

Падумай харащё, папэй кумыс,
И нэ посмэй губыт лудэй как крыс:
Нэвэрушый павэрыт - ты убъёш,
И в ад, гдэ цэлок нэту, пападёш.



3


Салам, Ахмед, не то-ли ты пузат?
Ты был ведь худощавым год назад.
И держишься за бок, чтоль бок болит?
Культурой физзаняться бог велит!

Шамиль, пророк, пис би апон хим, говорит,
Что тот, кто за фигурой лишь следит,
Тем шахада, намаз, закят, саум,
И, хадж, конечно, не придут на ум.

Постой, саум - так это ж ураза!
А я ведь ем и в рамадан по три раза.
Молиться лень, не жертвую закят,
На дураков намазан твой салят!

И что тогда? Одна лишь шахада,
Как борода оттуда вон туда?
Её не хватит, дабы в рай попасть,
А без неё - так сразу чёрту в пасть.

Ахмед, мне не угроза твой шайтан,
Послушай, где ты так вспотел, братан?
Ну бисмилляй рахмани прям рахим -
Давно тебя я не видал таким.

Так то не пузо, чёртов ты глупец,
А нитроцеллюлоза - и пиздец!
Убью неверущих, где их найду,
И сразу в рай героем попаду.

Бог милосерден, пояс ты сними,
Сядь, почитай писанье, и пойми:
Не создал бог нас, чтобы убивать, -
Зачем бы нас иначе созидать?

Заносчив разум, судит и богов, -
А ты не рассуждай, а будь готов,
То выполнять, о чём учил пророк,
Пис би апон хим, - как ты недалёк!

Далёк ли ты? Там сотни мусульман,
А ты несёшься, как дикарь-кабан,
На рынок с бомбой, чтоб она взорвись!
Ахмед, опомнись, мозгом оглянись!

Пошёл твой мозг к чертовым матерям!
Не мозг моя религия, - ислам!
Вон атеист Kолян - раз, Ромка - два,
Алёха - три, неверующих хва...

Террор ты сеешь, дабы что пожать?
Я не пойму, зачем уничтожать
Людей, что на тебя не держат зла?
На колокольне твоей все колокола?

Они не верят - раз, убью их - два,
Героем буду - три, пусть голова
Взорвётся на хер, к чёрту полетит, -
На целок не иссякнет аппетит.

А если рая нет, а попросту хана?
Тогда не сотни целок - не одна
На член тебе не сядет, ты, чудак,
А сам чертовски молод, ну, мудак!

Что? Если рая нет? Херов вопрос!
Ты свин, Шамиль! Змея! Вонючий пёс!
Вдруг рая нет? Как мне взрываться, как?
Ведь я хотел, чтоб точно, а не так...



4


Привет, Ахмед, дружище, как джихад?

Так я ведь передумал год назад!

И стал теперь конкретным молодцом,
попив кумыс, поговорив с отцом?

Я пил - аж неудобно, как тебе сказать, -
короче, воду, и, не став болтать,
метнулся в храм, уверовал в Христа,
- а от джихада рвота, тошнота.

Да брось, Ахмед, неужто ты таишь
такой теракт, что все своим затмишь?
Смотрю, в Европу собираешь хлам, -
ты что взорвёшь - Кёльнский собор или Нотрдам?

Не вру, Шамиль, Господь мне господин,
Иисус из Назарета его сын.
А я, Господь спаси меня, христианин.

Давай, Ахмед, без духов, по душам, -
я мусульманин скверный, но ислам
не за какие пёзды не предам.
Аж шахаду забыл, так редко я молюсь,
но за тебя я больше, брат, боюсь,
хотя не думаю, что ты себя сгубил,
предполагаю, тёлку полюбил.

Нет тёлки, как и не было в мой век,
но я религиозный человек,
и вот, сам Бог мне веру подсказал.

И чем тебе он, падла, доказал,
что правда - ложь, ложь - правда, зло - добро?

А ты, Шамиль, не так уж и хитро
владеешь мозгом-разумом, о не,
я как-то думал, примеряв пенсне:
фанатик ты, а я лишь вне себя
всё был, дроча, тоскуя, не ебя.

Дурак или придурок ты, Ахмед?
Куда ж ты лезешь, раз там бабы нет?
В рот тебе хер, не понимаю я,
тебе же от хрестьянства не хуя!

Я также, горе мне, дрочу-хочу,
двадцать седьмой безбабный годик проглочу,
но в жизни есть, Шамиль, не только секс.

А что? Культура? Универ? Бифштекс?
Тебя еврей какой-то соблазнил!

И в христианство затянул? Ну ты дебил.

Ахмед, ислам, ну как тебе сказать,
как бабу-стерву, блядь, нельзя бросать!
Тебя поймают, будут бить, пытать,
и смертию непобоятся наказать!

Пускай крадутся, я им не пастух,
но их накажет за неправду Дух.

Эх ты! Бросаешь братьев и сестёр,
а мы тут думали, какой ты джихадёр!
Айгуль на кладбище бы резала кусты,
а Гульнара сажала бы цветы;
Фатьма Аллаху бы молилась за тебя,
Жулдуз рыдала б, глубоко любя,
и получала б "витверенте" от Хамас.
Ты разочаровал всех, пидарас.



 2011-2016

Donnerstag, 13. April 2017

Hehlwortgedicht zum Leffeln




Dereinst erkor im feinen Zwirn ein Frauenzimmer
ich mir zum Labsal aus, doch auf dem Kiewief war
der blümerante Büttel Hahnrei, auf dass immer
Fisimatenten feiten ihn vor der Gefahr;

und alldieweil ich küterte mit fidel
mesmerisierenden Kleinoden naseweis,
sah weidlich mukisch mich der Hahnrei an, und kiebig
einstweilen wurde sein absonnig Weib.

Feigherzig fürderhin, Fraktur zu reden,
hielt Maulaffen feil der gute Mann;
doch stramm und schmissig zog er seine Fäden:
Adlatenpack kommt, deucht mir: "Höchste Eisenbahn!"

 9.2014

Dienstag, 4. April 2017

Steinziege




Steinziege, steinzige,

ja, diese einzige

Einziege.



Einzige,

die ziegeneibezüglich

Geizige. 


 2011

Montag, 3. April 2017

Enteuscht




Was bringts, die Tiefe der Enttäuschung zu verbergen? -
Ich hab mich nicht, und wurde nicht getäuscht.
Ohne Erwartungen arschtief verarscht zu werden,
macht einen guten Menschen einfach nur enteuscht.

Enteuscht! Ich habe wirklich nichts erwartet,
und doch das Unterbieten unterschätzt:
das Schlechtestmögliche als Schicksal abgewartet,
und beim unmöglich Schlechten mich verschätzt.

Wir leben wohl in einem Film von Regisseuren
Sam Raimi, Michael Bay und Uwe Boll.
Man brachucht sich übers Drehbuch nicht empören:
es stammt von einem Grenzdebilen wohl.

Ich bin mit guten Filmen aufgewachsen,
und weiß, was schlimmstens zu erwarten ist, -
und wurde wohl deswegen nicht “erwachsen”:
kein wert- und werteloser Nihilist.

Die Hölle Georg Heyms plus Zombiesplatter -
das ist die Welt, als Heldenepos vorgetäuscht;
wer sie erblickt, selbstgleich beim schönsten Wetter,
wird einfach nur toilettentief enteuscht.

 4.2016

Montag, 27. März 2017

Großchance




Erstarrt fest zur Säule blickkost er die Netze,
die Augenränder fixieren die Fahne.
Sein Odem, er schweigt. Er ist ganz in dem Banne
des Augenblicks, bis der Pfiff ihn zerfetze.

Vierhundert Gramm Pressluft und Leder im Fluge
dürfen die Glatze mitnichten verfehlen;
zehn Millisekunden dem Schlussmann zu stehlen -
erbittet vom Schicksal, dass jener nicht luge.

Großartige Wucht, alle Recken beisammen,
er springt hoch, fällt um, weggestoßen, nach Vorn;
vom Scheitern bläst Hohlaluminiumhorn,
der Kastenmann steht sein Gemälde im Rahmen.


 2011

Montag, 20. März 2017

Steinzeit






Es war einmal,
Vielleicht auch nicht,
Es war ein Mann,
Vielleicht auch nicht.

Er rauchte nicht,
Vielleicht aber doch.
Er taugte nichts,
Vielleicht aber doch.


Er wohnte im Gebüsch.
Das Gebüsch war schön grün.
Er konnte nachts nicht schlafen.
Er bemühte sich sich zu bemühn.

Er sammelte Steine auf
Und lagerte im Gebüsch.
Im Winter baute er ein Haus
Und erfror nicht.


Er sprach mit Steinen seinen,
Denn sonst war er allein.
Er dankte seinen Steinen
Für das noch-am-Leben-Sein.

Einmal fand er ein Buch.
Es erzählte von der großen Dürre:
Alle Seelen trockneten aus
Und wurden zu Steinen.


Dort werfen Kinder Steine ins Wasser -
Mit Recht, denn sie sind leblos.


 2000

Sonntag, 19. März 2017

Das Verfahren





was gesagt werden muss
das missbrauchte vernutzte wort
das tote ausgehöhlte wort
das hinkende vehikel der meinung

was gesucht werden muss
das harte gleichgültige wort
das sagende schlagende wort
das rodende mordende wort
der begriff das zeitschiff der wahrheit


 2008

Freitag, 17. März 2017

Brief eines KZ-Insassen an Hitler, 1942





mein lieber hitler, du bist schön und arisch,
du hast so viel gedichtet und gedacht,
und ich, weißrusse, bin so schön barbarisch -
man hat im zirkus über mich gelacht.

kasachen werden dir als pferde dienen:
du wirst sie reiten, hattest du gesagt;
vergiss nur nicht, von wem abstammen finnen,
sie - deine freunde? hätt ich nicht gedacht.

ich sitze nun im knast, wie du gesessen,
bin abgemagert wie ein muselmann;
du tötest juden - gib sie uns zu essen,
du gütiger, erbarmungsvoller mann.

die wehrmacht siegt - die arier gewinnen,
und wir verlieren - dummes wildes pack;
ihr habt die hirne, bessere maschinen,
und unser volk lebt auf den bäumen nackt.

ich wünsche dir noch tausend jahre leben,
und du gewähre mir ein wenig brot;
ich weiß - den endsieg, den wirst du erleben,
ich gratulier dir jetzt - bin dann schon tot.

 2011


Hommage an Vladimir Semёnovič Vysockij, singbar wie sein Lied "Genosse Stalin"

Donnerstag, 9. März 2017

Verfängnis




kein fluch am ton vorbei
den schatten sondert
kein schimmer klingelnd
seine hoffnung weckt

die lebensstille tötet
morgen morden
der tag dem abend
totentücher webt


 2010

Mittwoch, 8. März 2017

Weltfrauentag




Den Mädchen sei gesagt, dass jeder Tag
ein Tag der Mädchen ist. Nichts hätte einen Sinn,
Menschheitsgeschiche wäre für den Arsch,
wenn es kein Mädchen gäbe, - sei es nur
in eines Dichters unbegrenzter Phantasie.

Den Frauen sei gesagt, dass jeder Mann
ist gleichberechtigt, dass die gleiche Pflicht
aus gleichem Recht auch Frauen entsteht.

Den Weibchen sei gesagt, dass nicht der Schwanz,
sondern der Geist das große All regiert.



 3.2013

Samstag, 18. Februar 2017

Напополиáм




"Мне Брюгге!" "Мне Антверпен!" "Мне же Льеж!"
"Куды ж ты столько, жадина, гребешь?"
"Войска введу, француз я или нет?"
"От вас только и жди стихийных бед!"

"Голландец, слышь, давай по языкам!"
"А немцев?" "Люксембургу". "Нет, всё нам!"
"Пусть референдум проведут!" "Пускай.
Но никого не коррумпируй, не толкай".

"Ну, как?" "Как, так? Нет, нет, так не пойдёт!"
"А мне не нравится наоборот!" "Урод!"
"Кретин!" "Петух!" "Венгерский бабник!" "Свин!"
"Сам боров!" "Попугай!" "Петух!" "Кретин!"

"Ну, ладно, хватит, Бельгия - не мир".
"И что? Поделим как?" "Вот так, без дыр;
В пример испанец с португальцем нам:
Как глобус, помнишь?" "А, напополам!"

2011

Freitag, 17. Februar 2017

На Восточном Базаре




Салам, джигит! Чтоб ты уничтожал
Не кулаком и палкой - выбери кинжал.

Вот позолоченный кинжал, он дорогóй,
Его жалея, будешь бить рукой.

А вот кинжал длинней красавицы волóс,
Но как удобно слóжить - вот вопрос.

Смотри, джигит, как режут им овнá -
Жестоко, и невелика цена.

Этот кинжал воткнув в неверну грудь
Джигит как ты не побледнел не чуть.

Удобен, гибок и остёр как у меня,
Но просят за него аж пол коня.

На том ноже красуется орёл;
Не трожь - не режет! Ты же не осёл.

Ах, посмотри, чудесен тот кинжал -
Чтоб убивал, кого б кто не рожал.

О чудо нож! Джигит, меняй коня -
С таким ножом разбогатеешь за три дня.

Тот крайний пусть невзрачен, невелик,
Но сорок душ угробил им старик.

Ну, ас-салам алейкум, друг купец,
Пускай джигит уж выберет резец.

 2011

Donnerstag, 16. Februar 2017

Баян




Не буду хрен тереть свой о рояль -
Эй, пианистка, снова проиграй
Мне в карты, иль на пьяно, или в жизнь.

Мне вечер сер. Насилую гармонь.
Как тот придурок мучаю баян.
Гаси уж, дама, свет, накрою королём.


 2011

Mittwoch, 15. Februar 2017

Mразь




Ебать! Трещит по швам
Тот череп, где мой мозг;
Плетусь, качаясь, в храм,
А лучше сразу в морг.

"Хуя!" - зовут играть.
Кровь, плоть и алкоголь
Мечтают заморать
Всю совесть, выпить боль.

Я мразь! Но на ногах -
Не смеет пресмыкать
Мой дух поганный прах,
Не мух мне развлекать.


 2010

Dienstag, 14. Februar 2017

Der Steifen




Am Horizont Streifen: ich hab einen Steifen.
Unter der Bank liegen Räder und Reifen.
Das Zahnrad der Zeit dreht und wendet sich fort:
der Geist ist ein Schatten, unheimlicher Ort.

Der Kosmos ruft Sterne in Sehnsucht hinein,
und leuchtet mit Sonnen so frech auf mich ein.
Ich habe zwei Brötchen mit Knoblauch gegessen,
und merke im Bus, dass zu kacken vergessen.

 2012

Samstag, 11. Februar 2017

Гнустный вечер




Весна? Весна, дурак, весна.
Она лукава и честна.
Гляди: от скуки выпал град
Разя прохожих наугад.

Дыра в кармане: ждать ущерб.
Не федерален мой резерв.
Растаял снег, текьёт вода,
Мечтает щяс о никогда.

Минута. Две. Я так устал,
Что даже ночью спать не стал.
Лежал. Сидел. Стоял. Гулял.
Лаврентий Палыч б расстрелял.

 2011

Freitag, 10. Februar 2017

Kopfschuss




mörderisch geil
sich umzupusten
eine erhabene todesart

dem hirn
eine kugel verpassen
mitten ins herz

sich um(nichts)bringen



 2006

Donnerstag, 9. Februar 2017

Springpfuhl




Besonders nachts ein Anblick, der beruhigt,
gibt Zeitgefühl, Konstanz, Solidität, -
und unten Springpfuhl, turnbehostes Treiben,
das im zuerst genannten Hochkomplex verstummt.
Dort wohnen sie und wollen leben, leiben.

Passagen unten sehen stiefbemuttert aus;
weiter nur Straße, man ist Kosmonaut
nach hundert Entlanggängen. Es ist öde,
doch Großstadtwüstencharme hat es durchaus.

Nach Ahrensfelde wenn - nur mit dem Rad, -
ess, iss, Bahn, kau, Bahn, andere Passanten,
der Radklaufurcht Fussgängerasylanten.

 2011

Dienstag, 7. Februar 2017

Xeveleighn




Gesternnacht:
Augustgestalten im Knisterdunkel,
Feengelächter im Blumenhagel,
Gezwitscher im Zwischen.

Unsichtbarblaues Luftmeer im Windabend:
erwartungsgeladen und einladend echt.
Herzkitzeln: es ist um ein Geheimnis geschehen.

Zugezogene Himmel machen die Stadt fremd,
gedankenförmige Blitze kehren ein:
träumen und träumen lassen.
Der Rest ist Schlaf.


2013

Montag, 6. Februar 2017

Lippen der Nacht




Lippen der Nacht, Herbergen der Zähne,
Gieriger Reihen blutrünstiger Sägen.
Feuer entfacht der Kälte Raubschwäne,
Welche dem Morgen segeln entgegen.

Tretet zurück, sehet die Kreaturen,
Welche hier einst am Zerfleischen gewesen;
Betrachtet die alten, lichtdunklen Kulturen,
Die Statuen der angebeteten Wesen.

Schwimmt dieser Wald durch die Lüfte der Schwärze
Unter den zitternden Körpern entgegen -
Sprengt Furcht, geweckt, schwere Ketten in Herzen,
Füllt, Tor, mit dir unersättliche Mägen.

 2010

Samstag, 4. Februar 2017

Die Fürchtlung




gedankenverloren in der waldesdurchung
blieb ich an einer wegefürchtlung stehen
die entscheidung fiel mir wie ein herbstblatt

 2011

Dienstag, 31. Januar 2017

Hiernis




ich bin auf einem
möglich: guten
weg.

und wüsste ich wohin
wär ich schon weg.

2009

Donnerstag, 26. Januar 2017

Paulinenaue




So rasen die Züge zur frühesten Stunde,
während ich frierend die Gegend erkunde;
nichts atmet, ein wenig heruntergekommen,
als hätte die Landschaft sich arg übernommen.

Das Ortsschild ahnt kaum, was ein Name mag wiegen,
und weshalb ein Reisender hier ausgestiegen, -
verschlafen am Morgen, unsagbar verloren,
für einen so kindlichen Traum auserkoren. 


 11.2013