Freitag, 8. August 2014

Heroischer Nihilismus





Kein liebendes Lächeln begleitet am Morgen
die schüchternen Blicke, kein lieblicher Mund
berührt meine Lippen, wenn diese so dürsten
nach Nähe, - so geht es dem einsamen Fürsten
tagtäglich, nachtnächtlich, das ganze Jahr rund.
In steinerner Wüste selbst nachts nicht geborgen,
kein Heim für die Seele, ein Leben im Nichts.
Als leuchtendes Beispiel die gleißende Sonne
aus Trotz überstrahl ich, vergnüge die Schöne,
die fernab der Welt thront; der Sinn des Verzichts
auf jegliche Linderung bleibt ihr verborgen.

 7.2014

Dienstag, 29. April 2014

Perpetuum Mobile




In Wahrheit ist alles Zukünftige eitel,
dem Tode geweiht und dem Leben entrissen;
der Saal ist verlassen, der Film flimmert weiter,
doch niemand wird mehr diese Bilder vermissen.

So ist dann auch alles Vergangene nichtig:
hinfort der Betrachter - wer soll sich erinnern?
Das ewige Fließband kennt nur eine Richtung,
am Ende ein Abgrund, verloren für immer.

Wie kann da das sinnlose Jetzt überraschen?
Was immer passiert, darum ist es geschehen,
wer nicht einsam war, wird für immer verlassen, -
im Nichts wird die bittere Einsicht vergehen.


 11.2013